Die SMART-Protokolle geben Informationen über Betriebsdaten, die allerdings nur mittelbar Aussagen über die Ausfallwahrscheinlichkeit treffen lassen. Es sind Betriebsdaten wie die Zahl der Starts und Stopps des Motors der Platte, aktuelle und historische Betriebstemperaturen, Zahl der Betriebsstunden, aber auch die Gesamtzahl gelesener und geschriebener Sektoren.

Darüber hinaus speichern die SMART-Protokolle auch Fehlermeldungen. Das können Schreib- und Lesefehler sein, die auf Alterungserscheinungen und beginnende defekte zurückzuführen sind, aber auch Prüfsummenfehler, deren Ursache eher in Problemen mit Verkabelung oder Stromversorgung zu finden sind.

 
Smart Parameter Relevanz Fehler

Schlechte Werte

Raw Read

Error Rate

hohe ausfallrelevanz

nicht korigierbare Lesefhler,

führen zu erneutem Lesen

Plattenoberflächenprobleme
Spin Up Time hohe ausfallrelevanz durchschnittliche Startzeit, Millisekunden Problem mit Spindelmotor oder dem Plattenlager

Start/Stop

Count

Information Zeigt die Anzahl der Start-/Stop- Vorgänge einer Festplatte an Verschleiß und Abnutzungserscheinungen

Reallocated

SectorCount

ausfallrelevant Anzahl der bereits verbrauchten Sektoren gegebenfalls Blöcke Nicht behebbare Probleme mit der Plattenoberfläche. Ausfall jeder Zeit möglich
Seek Error Rate hohe ausfallrelevanz nicht korigierbare Lesefehler die wiederum zum erneuten Lesen führen meist beschädigte Schreib- Leseköpfe

Power On

Hours Count

Informarion Ausweisung über die Laufzeit der Festplatte, meist in Stunden und Sekunden Hohe Laufzeitem weisen auf Abnutzung einzelner Komponenten.
Spim Retry Count ausfallrelevanz Fehlstart Abschaltung  Problem mit dem Spindelmotor
Power Cycle Count Informativ Ein und Abschalten des Computers mit der betreffenden Festplatte  vorhandene Abnutzungserscheinungen
Temperatur Ausfallrelevant Temperaturanzeige der Festplatte in Grad Celsius Schleche Wärmeableitung oder defekte Lüftung erhöhen bereits nach kurzer Zeit die Ausfallwarscheinlichkeit der Festplatte
Hardware ECC recovered Ausfallrelevant korigierbare Bitfehler beim Lesen Zu hohe Datendichte oder Probleme mit der Plattenoberfläche
ULTRA DMA CRC Error Cont Information Aufzeiger über die Anzahl der aufgetretenen CRC Fehler Wird meist durch Verschmutzung oder defelkter Kabel und unzureichende durchkontaktierung hervorgerufen. Treiber überprüfen!
Scan Error Rate ausfallrelevant Beim überprüfen der Oberfläche sind erkannte Fehler nicht korrigierbar Diese Fehler weisen auf defekte Oberflächen und ein baldiger Totalausfall ist die Folge
Throughput Performance ausfallrelevant Datendurchsatz des Datenträgers (Effizienz) Schlechte Werte stehem immer für eine langsame Geschwindigkeit
Load Unload Cycle Count Information Parkinformationen der Schreib- Leseeinheit Abnutzung der Leseköpfe, ein Wert von 300 000 war bisher vorgesehen. Neuere Modelle liegen höher.

Die SMART bietet noch die Möglichkeit weitere Selbsttests durchzuführen. Dabei handelt es sich um Tests, die entweder innerhalb kurzer Zeit die grundlegenden Eigenschaften prüfen oder bei großen Platten stundenlang jeden einzelnen Sektor lesen.

Im Einsatz in Unternehmen sind vor allem Betriebsdaten wie die Zahl der Betriebsstunden oder Starts und Stopps von Belang: Überall dort, wo eine hohe Anzahl identische Festplatten zum Einsatz kommen, sollte unbedingt bei Erkennung einer statistischen Häufung eine Betriebsstunden Obergrenze festgelegt werden, nach der eine Platte vorsorglich und geplant ausgetauscht wird.

Für den Privatnutzer sind dagegen vor allem die Kennzahl der Lesefehler oder bereits umgelegter Blöcke, beziehungsweise zur Umbelegung anstehender Blöcke von Belang. Auch in diesem Fall ist ein sofortiger Austausch der Festplatte angeraten.

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